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Kaiserthermen

Kaiserthermen Trier

Alex Dominato
Das Copyright der Fotos liegt bei ihren Besitzern!

Die Kaiserthermen – ein spannender Blick in römischer Geschichte

Adresse:Kaiserstraße 50, 54290 Trier
Webseite:www.trier-info.de/kaiserthermen-info
Öffnungszeiten:
Mo:09:00 - 18:00 Uhr
Di:09:00 - 18:00 Uhr
Mi:09:00 - 18:00 Uhr
Do:09:00 - 18:00 Uhr
Fr:09:00 - 18:00 Uhr
Sa:09:00 - 18:00 Uhr
So:09:00 - 18:00 Uhr
Informationen:April – September: täglich 9 - 18 Uhr Oktober und März: täglich 9 - 17 Uhr November – Februar: täglich 9 - 16 Uhr
Beschreibung:Die Kaiserthermen sind die monumentalen Überreste einer großflächig geplanten spätantiken römischen Badeanlage und späteren Reiterkaserne, die sich im Zentrum der rheinland-pfälzischen Stadt Trier erhalten haben. Der Bau mit seinen teilweise noch 19 Meter hoch erhaltenen Mauern gehört zu den größten römischen Thermen nördlich der Alpen und ist seit 1986 Teil des UNESCO-Welterbes in Trier. Als Kulturdenkmal steht der Bau seit 1989 unter Denkmalschutz und gilt als Kulturgut nach der Haager Konvention. Trotz ihrer vorgesehenen Größe wären die niemals fertiggestellten Kaiserthermen nicht die größten Badebauten Triers gewesen, da sie darin von den wesentlich älteren Barbarathermen übertroffen wurden. Heute ist das Gelände der Thermen als Archäologischer Park ausgewiesen.Die Ruinen der bereits während der Antike zur Reiterkaserne umgebauten Thermen sind seit dem Ende der römischen Herrschaft weithin sichtbar geblieben. Lange Zeit blieb das Gelände um die Baureste zumeist unbebaut, was diesen Effekt verstärkte. Der innere Bereich der Therme scheint jedoch schon früh eine Ausnahme gebildet zu haben und wurde möglicherweise bereits im 6. Jahrhundert als Burg genutzt. Mit der Errichtung der mittelalterlichen Stadtmauer unter Erzbischof Bruno von Lauffen (11021124) wurde die Ruine zur südöstlichen Eckbastion und ein Stadttor installiert. Seit dem Ende des 13. Jahrhunderts wird der Namen dieser Burg unter anderem als vetus castellum und Alteburg überliefert. Durch diese Umfunktionierung blieb der Kernbereich der Thermen bis heute erhalten. Alle anderen Bereiche fielen dem mittelalterlichen Steinraub zum Opfer. Mitten auf der Palaestra, im Bereich einer damaligen Siedlung, entstand um 1100 die Pfarrkirche St. Gervasius und 1295 öffnete die Klosterkirche St. Agneten auf der Nordecke der antiken Palaestra-Umbauung ihre Pforten. Mit dem Kloster entstanden auch Handwerker- und Wohnbauten auf dem Areal. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Alteburg als Bastion nicht mehr benötigt. Ihr Ende begann 1806 mit dem Abbruch eines Wachturms im Caldarium (Heißbad). Auf Staatskosten wurde ab 1816 damit begonnen, dieses Caldarium freizulegen.1907 schug der Verband der Steine- und Erden-Industrie vor, die Kaiserthermen wiederaufzubauen, um die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des neuen Baustoffs Zement vorzustellen. Diesem Ansinnen schlug heftiger Protest der Fachwelt entgegen, wobei immer noch diskutiert wurde, ob die Baureste einer Thermen-, Kirchen- oder Palastanlage zuzuschreiben seien. Diese Fragen konnten zwischen 1912 und 1914 mit Bewilligung umfangreicher Geldmittel im Zuge weiterer wichtiger Grabungen geklärt werden, wobei der Westteil aufgrund der dichten Bebauung nicht erschlossen werden konnte. Zu dem damaligen Forschungsprogramm zählten auch Studienreisen von Archäologen und Architekten in die Mittelmeerländer, um eine systematische Aufmessung und Erfassung antiker und frühmittelalterlicher Badeanlagen zu erarbeiten. Die 1929 veröffentlichte grundlegende Arbeit von Emil Krüger und Daniel Krencker (18741941), die neben dieser Dokumentation auch die Grabungsergebnisse an den Kaiserthermen vorstellt, ist bis heute mustergültig. 1920 wurden die unterirdischen Bauteil der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Situation im Westteil der Therme änderte sich erst mit dem Zweiten Weltkrieg, als im Winter 1944/1945 alle neuzeitlichen Bauten auf dem Thermengelände zerstört wurden. Daraus ergab sich die Möglichkeit, von 1960 bis 1966 unter der Leitung des Archäologen Wilhelm Reusch (19081995) ein 10.800 Quadratmeter großes Areal der westlichen antiken Insula (Wohnquartier) intensiv zu untersuchen. Anschließend wurde der gesamte Palaestra-Bereich aus dem Neubebauungskonzept herausgenommen und die römischen Fundamente leicht aufgemauert konserviert. Bewuchs, Salzimmission und Luftverschmutzung, aber auch der 1971 bis dicht an die Ruine herangeführte Verkehrskreisel, der eine massive Zunahme verkehrsbedingter Erschütterungen mit sich brachte, führten 1983/1984 zu einer mit erheblichen Geldmitteln durchgeführten Restaurierung und Sanierung des Caldariums. In diesem Zuge wurden auch die seit 1945 nicht beseitigten Kriegsschäden durch Artilleriebeschuss und Bomben beseitigt und eine materialgerechte Teilrekonstruktion der Ostapsis durchgeführt, die wesentlich zur Stabilisierung der Statik beigetragen hat. In diesem Fall hat die Rekonstruktion dazu beigetragen auf störende Hilfskonstruktionen, Stützpfeiler oder Metallträger zu verzichten. Während der Sicherungsmaßnahmen 1983/1984 wurde auch der im Osten gelegene damalige Eingangsbereich verändert und die dort längst nicht mehr existierende mittelalterliche Stadtmauer wiederaufgebaut und bis nahe an die Therme herangeführt. Dadurch wurde jedoch das zur Reiterkaserne gehörende Militärbad, über das diese Mauer nun verläuft, optisch zerschnitten.

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